SAP Global Trade Management


DSAG Arbeitsgruppe Global Trade Management begrüßt neue Funktion zu Bestandsumbuchungen in S/4HANA 1809

Bestandsumbuchungen werden für globale Handelshäuser im 21. Jahrhundert immer wichtiger. Viele Händler unterhalten selbst eigene Fertigungsanlagen und Lagerhallen, um die Import- und Exportprozesse flexibler und schneller zu gestalten. Waren werden immer öfter und schneller zwischen verschiedenen Handelsstationen transportiert und müssen entsprechend umgebucht werden, bevor sie dann endgültig an den Kunden ausgeliefert werden. Dabei wird jetzt auch die Disposition der Ware per Assoziation berücksichtigt. Aus der Ausnahme ist längst ein wichtiger Prozessschritt geworden. Um so wichtiger ist es, dass SAP Global Trade Management diese Aktion mit der Trading Execution Workbench abbilden kann. Das ist jetzt der Fall.

Hier das Interview mit Frank Tychner, SAP SE, Product Manager Wholesale Distribution von der DSAG Jahrestagung 2018.

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Wenn Hersteller Händler werden

Das E-3 Magazin macht Meinung und sagt selbstbewusst über sich selbst: "Kein anderes deutschsprachiges Special-Interest-Magazin hat ähnlich viele Meinungsbeiträge und Kommentare." Ich freue mich, in der Ausgabe 04/2017 des E-3 Magazins in meinem Gastbeitrag aufzeigen zu dürfen, wie GTM Herstellern dabei helfen kann, zum Händler zu werden.

Den Beitrag gibt es hier direkt zum Download: Wenn Hersteller Händler werden.

Beauftragung und Überwachung von Transporten in Zusammenspiel mit Global Trade Management

Am 23. März 2017 traf sich die DSAG Arbeitsgruppe Global Trade Management in Kassel. Auf der Agenda standen neue Anforderungen für Handelsunternehmen und neue Funktionen in S/4 HANA zum Transportmanagement.

Auf dem Arbeitsreffen haben wir mehrere Möglichkeiten diskutiert, wie Handelsunternehmen die Beauftragung und Überwachung von Transporten mit GTM abbilden können - mit und ohne das Software-Tool Transportation Management (TM). Transportation Management (TM) ist eine Software für Logistikunternehmen, um Transporte zu disponieren, zu beauftragen, zu überwachen und abzurechnen. Sie kann branchenunabhängig eingesetzt werden und bildet den gesamten End-to-End Prozess eines Logistikunternehmens ab. Handel ist ja immer mehr als der bloße Tausch von Ware gegen Geld. Die Ware muss ja zumeist auch vom Lieferanten abgeholt und zum Kunden gebracht werden. Für Unternehmen, die Global Trade Management einsetzen, bieten sich mehrere Alternativen, um diese Prozesse umzusetzen – vor allem in Hinblick auf S/4 HANA.

TM wird Teil der SAP Business Suite 4

Bereits heute sind in S/4 die Funktionen des Transportation Management (LE-TRA), wie sie bereits im ECC EHP8 vorhanden sind, verfügbar. Mit dem S/4 HANA Release 1709 wird das bereits seit 2003 als separates System verfügbare Transport Management (TM) Teil des S/4 und löst die bisherige Funktion ab. Die Kosten für dieses sogenannte Basic Shipment sind bereits mit den SAP Lizenzgebühren abgedeckt. Alle weiteren Funktionen erfordern eine zusätzliche Lizenz.

Fuhrparkmanagement mit TM

TM ist vor allem für Handelsunternehmen interessant, die einen eigenen Fuhrpark managen. Aber auch für Handelsunternehmen ohne Fuhrpark macht TM das Leben leichter. Während die bisherige Lösung lediglich eine Disposition und Beauftragung mit Bezug auf eine An- bzw. Auslieferung ermöglicht, kann TM auch bereits auf Ebene der Kundenaufträge oder der Bestellungen eingesetzt werden. Kleiner Wermutstropfen: Diese Funktion ist leider nicht im Basic Shipment enthalten, hier entstehen zusätzliche Kosten.

GTM auch ohne TM einsetzbar

GTM kann auch ohne TM eingesetzt werden. In diesem Falle werden die für die Beauftragung von Transporten benötigten Dokumente aus den Trading-Kontrakten oder aus ihren Folgebelegen erzeugt. In der Standardversion liefert SAP Aktionsklassen, die es erlauben, Shipping Instructions als separaten Beleg zu erzeugen. Verschiffungs- bzw. Transportinformationen müssen dann als Kundenfelder im Kontrakt bzw. den Folgebelegen hinzugefügt werden. Die ist dank der sehr guten Erweiterbarkeit von GTM problemlos möglich.

Verursachungsgerechte Sammelbuchungen

Für die Abrechnung von Transporten müssen Handelsunternehmen vor allem die Möglichkeit haben, Sammelrechnungen zu buchen. Diese müssen verursachungsgerecht einem Transport oder einem Kontrakt zugeordnet werden können. Auch hier bietet TM die benötigen Funktionen, allerdings nicht im Rahmen des Basic Shipment. Ohne den Einsatz von TM kommt die Nebenkostenabrechnung des Agenturgeschäfts zum Einsatz, die ohnehin sehr gut mit GTM zusammenspielt, da sie bei SAP von demselben Team konzipiert und implementiert wurde. Auch sie bietet die Möglichkeit Sammelrechnungen verursachungsgerecht zu buchen.

DSAG Arbeitsgruppe Global Trade Management

DSAG Logo Seit 2011 berate ich bei der Einführung und Weiterentwicklung der SAP Komponente Global Trade Management (GTM). Auf Wunsch meiner Kunden in der Metropolregion Hamburg, mehr darüber zu erfahren, wie andere Handelhäuser mit SAP GTM arbeiten, habe ich 2013 einen Hamburger GTM Tag durchgeführt. Daraus ist dann 2014 die Gründung der DSAG Arbeitsgruppe Global Trade Management entstanden, deren Sprecher ich bin.

Teilnehmer des ersten Hamburger GTM Tags

Die Teilnehmer des ersten Hamburger GTM Tags

Das Ziel der Arbeitsgruppe ist es, den Erfahrungsaustausch der deutschsprachigen Anwender zu fördern und die Weiterentwicklung des Modules gemeinsam mit SAP voranzutreiben.

Dazu finden regelmäßig Workshops statt, in denen die Abbildung ausgewählter Handelsprozesse in der Komponete besprochen werden. Die aus diesen Gesprächen identifizierten Verbesserungsvorschläge werden bei der SAP eingebracht. Derzeit arbeiten wir an der Integration von GTM in die Bestandsführung.

In der Arbeitsgruppe mit zu arbeiten sind alle Unternehmen eingeladen, die GTM nutzen. Dazu gehören sowohl  Mitarbeiter der IT als auch Key-User und Organisatoren aus den Fachbereichen.

Global Trade Management in SAP - Hohes Potential für Unternehmen

Der zentrale Geschäftsprozess bei allen Handelsunternehmen ist den Fluss von Waren und Dienstleistungen zu organisieren und zu kontrollieren. Die gleichzeitige Abwicklung von Einkauf und Verkauf sollte nach Möglichkeit innerhalb einer Abteilung durchgeführt werden. Von entscheidender Bedeutung ist eine strukturierte und übersichtliche Organisation des Ein- und Verkaufs. Mit dem Standard-Modul SAP GTM (Global Trade Management) lassen sich Trading Geschäfte bequem und ökonomisch durchführen. Der Vorteil für Unternehmen: Die Abwicklung von Geschäftsprozessen wird erheblich beschleunigt und das bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl.

SAP GTM ist anderen Systemen durch seine Zuverlässigkeit und die detaillierte Abbildung der Geschäftsprozesse überlegen. Der hohe Grad an Offenheit bietet zudem die Option für vielfältige Individualisierungen und zusätzlich spezifische Add-ons zu implementieren. Kaum eine andere Software ist in der Lage, einseitige Einkaufs-Trading-Kontrakte mit Verkauf-Trading-Kontrakten zu verknüpfen und damit eine direkte Verbindung zum Positionsmanagement zu schaffen.

Vorbereitung zur Einführung

Vor der erfolgreichen Implementierung müssen sich Unternehmen entscheiden, welche Handelsprozesse abgebildet werden sollen. Das optimale Werkzeug ist hierfür eine Studie, die vorab klärt, welche Prozesse mit Standardeinstellungen abgebildet werden können und für welche Prozesse individuelle Add-Ons entwickelt werden müssen. Im Anschluss daran kann dann die Aufwandsschätzung kalkuliert werden, bevor es in die Projektplanung geht. In der Regel wird für eine erfolgreiche Implementierung eine Projektdauer von sechs Monaten bis zu einem Jahr veranschlagt. Zeit die aufgrund des erheblichen Einsparpotentials sinnvoll investiert ist.

Implementierung des Systems

Das GTM besteht aus den vier Kernelementen Trading-Kontrakt, Nebenkosten, Positionsmanagement und der Trading Execution Workbench. Die Hauptfunktion des Moduls GTM ist der Trading-Kontrakt. Mit dieser Funktion lassen sich sowohl einseitige als auch beidseitige Kontrakte erstellen. Durch die Verknüpfung von Ein- und Verkauf bieten zweiseitige Kontrakte die Option beide Geschäftsprozesse parallel zu bearbeiten. Daraus folgt eine Minimierung der Lagerhaltung was eine Ersparung von Zeit und Kosten nach sich zieht. Geplante und ungeplante Nebenkosten können in dem integrierten Teilbereich „Nebenkosten“ erfasst und bearbeitet werden. Dies ermöglicht die voraussichtlichen Kosten übersichtlich darzustellen sowie zusätzlich eine exaktere Wertung des Gewinns zu ermöglichen.

GTM ist für jedes Unternehmen geeignet, das in irgendeiner Form Handel betriebt. Wenn Sie bereits SAP im Einsatz haben, dann profitiern Sie davon, dass SAP GTM ein Standardmodul ist. D.h. es kommen keine weiteren Lizenzkosten auf das Unternehmen hinzu. Lediglich die Einführungskosten sind zu investieren.

Sie nutzen bereits SAP MM für den Einkauf und SAP SD für den Verkauf? Kein Problem: Aus SAP GTM heraus im MM bzw. SD angelegte Belege sind auch nur aus GTM heraus zu bearbeiten. Das Handelsgeschäft ist von dem anderen operativen Geschäft sauber getrennt.

Leider ist SAP GTM nicht im IDES System enthalten (siehe Hinweis 587170). Wer GTM im Rahmen des IDES testen möchte muss die Einstellungen aus dem Mandanten 000 kopieren und erweitern. Die Vorgehensweise wird im GTM Einführungsleitfaden beschrieben, der im Hinweis 1539636 enthalten ist.

Eine weitere Möglichkeit SAP GTM zu testen besteht darin, SAP Best Practise zu verwenden, welches für ECC 6.0 EHP5 vorliegt. (siehe Hinweis 1576846). Hier finden Sie die SAP GTM Hilfetexte.


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